Innovationspreis 2012
Innovationspreis PPP 2012 ausgelobt!
Bundesverband Public Private Partnership (BPPP) und Behörden Spiegel haben zum achten Mal den Innovationspreis Public Private Partnership ausgelobt. Gesucht werden die besten ÖPP-Projekte aus sämtlichen Bereichen der öffentlich-privaten Zusammenarbeit. Bewertungsaspekte sind zum Beispiel Wirtschaftlichkeit, gelungene Risikoevaluierung und herausragende Innovationen.
Der Innovationspreis PPP wird im Rahmen des Bundeskongress ÖPP , am 16. Oktober 2012 in Berlin übergeben. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 1. August 2012 möglich.
Den Auslobungstext finden Sie hier. Den Fragenkatalog für die Bewerbung um den Innovationspreis PPP 2012 gibt es hier.
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Die besten ÖPP-Projekte des Jahres wurden am 3. Mai in Berlin mit dem Innovationspreis PPP 2011 ausgezeichnet
Eine Jury aus erfahrenen PPP-Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Politik wählte Vorhaben aus, bei denen es öffentlichen und privaten Partnern in besonders überzeugendem Maße gelungen ist, zum beiderseitigen Nutzen gemeinsame Projekte zu realisieren. "Diese Projekte tragen dazu bei, dass der ÖPP-Gedanke in Deutschland immer weiter verbreitet und positiv besetzt wird", betonte Finanzstaatssekretär Werner Gatzer, Schirmherr des Innovationspreises 2011 in seiner Grußrede.
Darüber hinaus wurde Ashok Sridharan, erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Königswinter als PPP-Persönlichkeit 2011 für seinen besonderen Einsatz bei der Entwicklung der PPP in Deutschland geehrt. In den vergangenen Jahren hat Sridharan als entscheidender Motor sechs PPP-Projekte umgesetzt oder auf den Weg gebracht, unter anderem den Bau zweier Feuerwehrgerätehäuser und die Konzentrierung von drei Rathausstandorten auf einen gemeinsamen Standort.
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Die Gewinnerprojekte des Innovationspreises 2011:
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Kategorie Verwaltung, Bau PIRNA: SCHLOSS SONNENSTEIN Partner:
- Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
- PPP Schloss Sonnenstein GmbH
Das zeichnet dieses Projekt aus: Für die Grundrenovierung des Gebäudekomplexes oberhalb der sächsischen Kreisstadt Pirna wurde ein Realisierungsmodell gefunden, das auf besonders gelungene Weise Denkmalschutz, Instandsetzung nach fortschreitendem Verfall und die Schaffung eines modernen Verwaltungssitzes miteinander verband. Dabei ist ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit, Kostenersparnis, gerechter Risikoverteilung, Umweltschonung und Transparenz gegeben. Bei der Risikoverteilung zwischen den beteiligten Parteien wurde eine sinnvolle Aufteilung der Verantwortlichkeit für Bestandsrisiken, Planungsrisiken, Bau und Betriebsrisiken sowie Risiken der Finanzierung gefunden.
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Lorenz Kohlbecker, Bilfinger Berger Hochbau GmbH, Peter Darmstadt, 1. Beigeordneter im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Dr. Jörg Hopfe, NRW.BANK, Moderator (v.l.)
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Kategorie Gesundheit ESSLINGEN/RUIT GESUNDHEITSZENTRUM Partner:
- Landkreis Esslingen
- Public Consult Gesundheitszentrum Ruit GmbH
- Gustav Epple Bauunternehmung GmbH
- Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co KG
Das zeichnet dieses Projekt aus: Es handelt sich um das bundesweit erste multifunktionale Krankenhausobjekt, das über eine Öffentlich Private Partnerschaft realisiert wird. Besonders innovativ ist die ganzheitliche Planung und Realisierung dieser Spezialimmobilie bis hin zur Lieferung der Medizintechnik und zur Möblierung des Gebäudes. Es wird für ein nahezu vollständiges Equipment des Krankenhauses gesorgt.
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Dr. Jörg Hopfe, NRW.BANK, Moderator, Elvira Benz, Kreiskliniken Esslingen, Wofgang Lotz, Stadtwerke Esslingen (v.l.)
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Kategorie Freizeit GENERALSANIERUNG FREIBAD TRIER Partner:
- Stadtverwaltung Trier
- Berndorf Metall- und Bäderbau GmbH
Das zeichnet dieses Projekt aus: Der kalkulierte Wert der PPP-Variante liegt bei Vertragsschluss um vier Prozent über den Kosten, die für die Stadt bei konventioneller Realisierung über 25 Jahre anfallen würden", heißt es in der Begründung der Jury. "Dieser Ziffer liegt eine sehr sorgfältige Berechnung des Aufwandes für beide Varianten zugrunde. Zugleich wurden auf effiziente Weise die Bedürfnisse des Denkmalschutzes mit denen moderner Funktionalität und Technik sowie strenger Aufwandsbegrenzung in Einklang gebracht."
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Michael Georg, Berndorf Metall- und Bäderbau GmbH, Michael Strobel, Stadtverwaltung Trier, Dr. Bruno Kahl, Abteilungsleiter im Bundesministerium der Finanzen (v.l.)
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Kategorie Schule KATHARINENSCHULE HAMBURG Partner:
- Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Schule und Berufsbildung
- Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG
- Architekten Spengler & Wiescholek
- Hunck + Lorenz Freiraumplanung
- FMHH Facility Manager Hamburg GmbH
Das zeichnet dieses Projekt aus: Der rechnerische Barwertvorteil dieser PPP-Variante macht gegenüber der Eigenlösung 25,7 Prozent aus. Die rechtlichen, technischen, finanziellen und steuerlichen Risiken des Projektes wurden zwischen den Partnern sehr sinnvoll verteilt. Nicht steuerbare Preissteigerungen oder deflationäre Entwicklungen werden in einer Anpassungsklausel berücksichtigt.
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Andreas Gleim, Leiter der Rechtsabteilung der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (links), Stefan Wulff, Geschäftsführer der Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG
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Kategorie Informationstechnologie IT-PROJEKT HERKULES Partner:
- Bundeswehr
- BWI Informationstechnik GmbH
- IBM Deutschland GmbH
- Siemens AG
Das zeichnet dieses Projekt aus: "Die Öffentlich Private Partnerschaft ist günstiger als eine Modernisierung in Eigenregie der Bundeswehr. Eine Anschubfinanzierung des Projekts wäre ohne die Unterstützung der privaten Partner nicht möglich gewesen. Die Bundeswehr kann sich durch Herkules von Aufgaben trennen, die sie nicht unbedingt selbst machen muss und sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Ein neuerlicher Forschungsbericht zur Nutzerzufriedenheit von Herkules hat deutlich bessere Ergebnisse erbracht als dies noch 2009 der Fall war.
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Peter Blaschke, Vorsitzender der Geschäftsführung der BWI Informationstechnik GmbH, Brigardegeneral Klaus Veit, Vizepräsident des IT-Amts der Bundeswehr (v.l.)
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Kategorie Dienstleistung NORDHESSEN ELEKTROMEDIZINPROJEKT Partner:
- Gesundheit Nordhessen Holding AG
- Dräger TGM GmbH (Dräger)
Das zeichnet dieses Projekt aus: Der Kostenvorteil dieser völlig neuen Form von Partnerschaft gegenüber der Eigenvariante der GNH beträgt 12,8 Mio Euro für einen Zeitraum von zehn Jahren. Dieser wird durch finanziell günstige Vertragsbausteine erreicht. Dabei ist ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit, Kostenersparnis, sinnvoller Risikoverteilung, Flexibilität und Transparenz gegeben.
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Robert Pannwitz, Dräger TGM GmbH, Dr. Gerhard Sontheimer, Gesundheit Nordhessen Holding AG, Dr. Bruno Kahl, Abteilungsleiter im Bundesministerium der Finanzen (v.l.)
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Kategorie Stadtentwicklung WINTERBERG VITALRESORT OVERSUM Partner:
- Stadt Winterberg
- Ferienwelt Winterberg
- s.a.b. AG
Das zeichnet dieses Projekt aus: Durch die synergetische Zusammenführung unterschiedlichster kommunaler Leistungen werden Kosten verringert, Flächen einer höheren Ausnutzung zugeführt und Personal effizienter eingesetzt sowie der innerstädtische Verkehr verringert. Die Kosten öffentlicher Angebote wie etwa Sportbad oder Tourismusbetreuung, Kultur- und Kongresshalle können durch sinnvolle Kombination mit privatwirtschaftlichen Leistungen wie Hotels, Sauna und Fitness auf ihre tatsächlichen Nutzungszeiten reduziert werden. Der Effizienzvorteil liegt für die Kommune bei 18 Prozent.
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Wolfram Wäscher, s.a.b. AG (links), Werner Eickler, Bürgermeister der Stadt Winterberg im Sauerland
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PPP-Persönlichkeit des Jahres 2011
Ashok Sridharan, Kämmerer und Erster Beigeordneter der Stadt Königswinter
Ashok Sridharan gelang es, in seiner Eigenschaft als Kämmerer einer Stadt mit 42.000 Einwohnern, seit dem Jahr 2005, anfangs entgegen erhebliche Widerstände aus Kreisen der Politik, sechs PPP-Projekte in Größenordnungen zwischen 1,2 und 15 Millionen (reines Bauvolumen) umzusetzen oder auf den Weg zu bringen. Es ist sein Verdienst zu zeigen, dass auch für eine in Deutschland vergleichsweise kleine Stadt das Beschaffungsmodell ÖPP eine effiziente, wirtschaftliche und qualitätsorientierte Lösung sein kann. Als überzeugter PPP-Experte und -Praktiker sei es ihm gelungen, auch Kämmerer und Bürgermeister von Nachbarkommunen zu überzeugen, PPPVerfahren durchzuführen. Er hat maßgeblich Projekte der nordrhein-westfälischen Städte Brühl, Niederkassel, Jüchen und Engelskirchen initiiert. Bei den sechs eigenen PPP-Projekten handelt es sich um einen Sportplatz, zwei Feuerwehrgerätehäuser, die Konzentrierung von drei Rathausstandorten an einen gemeinsamen neuen Standort, die Sanierung bzw. den Neubau einer Schwimmbadanlage sowie die Sanierung der Dächer und Fassaden eines Schulzentrums.
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Ashok Sridharan, Kämmerer und Erster Beigeordneter der Stadt Königswinter, Dr. Bruno Kahl, Abteilungsleiter im Bundesministerium der Finanzen (v.l.)
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Fotos: Behörden Spiegel/Dombrowsky

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